KI-gestützte Bildproduktion im professionellen Designprozess

In der visuellen Kommunikation spielen KI-basierte Bildgeneratoren inzwischen eine zentrale Rolle. Besonders etabliert sind derzeit Midjourney, Adobe Firefly und Gemini.

Um verlässliche und wiederkehrende Ergebnisse zu erhalten, ist ein präzises Prompting entscheidend. Je klarer die Vorgaben, desto besser lässt sich ein definierter Stil umsetzen – insbesondere dann, wenn das Erscheinungsbild über mehrere Motive hinweg konsistent bleiben soll.

Um spezifische Bild- oder Fotostile zu erzeugen, arbeite ich mit strukturierten Prompts. Diese lassen sich über bestehende Bibliotheken (z. B. für ChatGPT) abrufen oder dynamisch von der KI generieren.

Beispiel: Strukturierter Prompt für einen Fotostil

Meine Eingabe bei ChatGPT oder Gemini:
„Du bist ein Prompt-Generator. Erstelle mir eine Promptstruktur, um einen bestimmten Fotostil zu erreichen.“

Vogeschlagen wird mir zum Beispiel:

  • Szene & Ort: Personen, Posen, Kleidung, Accessoires, Licht, Stimmung
  • Komposition: Farben, Bildaufbau, Look
  • Tonwert: Kontrast, High Key / Low Key
  • Bildlook & Bearbeitung: Reportage, Realismus, Schärfe, Vignettierung
  • Kamera & Stil: Bildverhältnis, Qualität, Aspect Ratio, Auflösung

Diese Struktur bildet dann meine Grundlage für eine konsistente Eingabe in Gemini, ChatGPT etc.

Corporate-Design-konforme KI-Bilderstellung

Für den Auftritt einer Brand mit klar definierten visuellen Richtlinien, ist ein Styleguide essenziell. Er bildet den Rahmen, innerhalb dessen die KI ein einheitliches Markenbild erzeugt.

Ein Beispiel:
„Erstelle ein Bild mit einem Audi Q3 und berücksichtige folgende Angaben: [Audi-Styleguide]“

Die KI generiert daraufhin Bildmaterial, das sich am vorgegebenen Markenstil orientiert. Je nach verwendetem Tool können sich Hintergründe, Lichtstimmung oder Atmosphäre unterscheiden – die stilprägenden Elemente bleiben jedoch erhalten.

Wichtig ist dabei: Ein professionell entwickelter Styleguide bildet die Grundlage. Er sorgt dafür, dass die KI konsistent, markenkonform und mit klarer Wiedererkennbarkeit arbeitet.

Rechtliche Grundlage: EU-KI-Verordnung (AI Act)

Die zukünftige Regulierung betrifft insbesondere die Transparenzpflicht bei synthetischen Inhalten.

Was gilt ab dem 2. August 2026?

Bild-, Ton- oder Videoinhalte, die durch KI erzeugt oder manipuliert wurden und als real erscheinen könnten (Deepfakes), müssen eindeutig als künstlich erstellt gekennzeichnet sein. Die Grundlage dafür bildet Art. 3 Nr. 60 der EU-KI-Verordnung.

Für Unternehmen bedeutet das: KI-generierte Medien müssen klar und nachvollziehbar deklariert werden, um rechtliche Anforderungen und Erwartungen an Transparenz zu erfüllen.


Fazit

Mit präzisem Prompting, klaren Styleguides und professioneller UX-/UI- Design-Erfahrung lassen sich heute KI-Bilder erzeugen, die sowohl gestalterisch hochwertig als auch markenkonform sind. Die Vorteile liegen klar auf der Hand: wiedererkennbare Markenoptik, effiziente und skalierbare Medienproduktion und hohe Flexibilität bei Motiven. Durch den gut überlegten Einsatz von KI unterstütze ich dabei, Bildwelten zu gestalten, die sowohl kreativ als auch strategisch stark sind – und dabei zuverlässig zur Markenidentität passen. 

Beispielhafte Umsetzung von Prompt & Stylguide:

Bild via ChatGPT mit Prompt wie oben beschrieben 
chatgpt

Dieses Bild wurde mit ChatGPT erstellt



Bild via Adobe Firefly - gleicher Prompt 

firefly

Dieses Bild wurde mit Adobe Firefly erstellt


Bild via Gemini - gleicher Prompt

gemini

Dieses Bild wurde mit Gemini erstellt