Stadturlaub in Lyon
Ostern 2026 - vier Tage mit viel Sonne
Viele kennen Lyon von der Durchreise, dabei hat die Stadt sehr viel zu bieten. Malerische Plätze, köstliches Essen und viel französisches Lebensgefühl. Sibylle hatte zum Besuch geraten und so reisen Anette und ich nach Lyon.
Karfreitag treffen wir uns am eher kleinen und sehr modernen Flughafen Saint-Exupéry. Per Trambahn und Metro erreichen wir unsere Unterkunft im Mob Hotel - ein Ort an der Spitze zwischen Rhône und Saône im modernsten Viertel der Stadt. Im Gegensatz zu Berlin ist das Ticketsystem für die Öffentlichen hier supereinfach: Visakarte an das Gerät halten und die Fahrkarte ist gekauft.
Zurück im Zentrum der Stadt zuckeln wir vom Fuße des Berges per Seilbahn zur Kirche Notre-Dame de Fourvière, von wo aus der Blick weit über die Dächer der Stadt bis zum Mont Blanc geht. Der sonnige Nachmittag lädt zum Spaziergang über die prachtvoll gestalteten Plätze. Abendessen gibt es dann im HEAT, ein Food-Markt mit Containerküchen, Musik und industrieller Kulisse. An diesem Abend ist es noch zu kühl um länger draußen zu sitzen. Wir könnten uns aufwärmen und spontan mittanzen beim offenen freestyle Tanz Workshop. Die Temperatur ändert sich jedoch bereits am nächsten Tag.
Heute steht Bocuse und Museum im Mittelpunkt: Das spektakuläre Musée des Confluences, ein futuristisches Gebäude aus Glas und Stahl am Zusammenfluss von Rhône und Saône, beeindruckt nicht nur mit seiner Form, sondern auch mit den zahlreichen Objekten über Natur, Kultur und Menschheitsgeschichte. Mittags bietet der Feinschmeckermarkt Les Halles Paul Bocuse maximale Auswahl an französischer Küche. Wir probieren Paté und Quiche, sehr empfehlenswert.
Per geführte Tour durch das Viertel Croix-Rousse, das einst Zentrum der Seidenweber war erkunden wir die Stadt. Enge Passagen, spezielle Durchgänge „Traboule“ genannt und immer wieder Aussicht auf die Stadt machen den Spaziergang durch die „Canuts“-Gegend zu einer interessanten Zeitreise. Abends geht es zu einer weiteren Streetfood-Halle La Commune. Ich bin dort bereits vom Stop & Go so erschöpft, daß wir beschließen auf das Rad umzusatteln.
Am nächsten Tag nutzen wir daher App und das Leihsystem Vélov’. Es dauert etwas bis wir starten können, denn der Pfeil für das "Swipen" ist falsch eingezeichnet. Dann aber finde ich es hervorragend: Jede Fahrt ist in den ersten dreißig Minuten gratis, die Navigation klappt und es gibt sehr gut ausgebaute Radwege. Wir erkunden Vieux Lyon mit der Kathedrale Saint Jean stellen aber fest, daß die Ecke offenbar der Ultra Touristen Hotspot ist. Daher geht es weiter mit dem Bike und wir besuchen bei 25 Grad und Sonne den Parc de la Tête d'Or, sehr pittoresk mit See und Rosengarten.
Am Nachmittag tauche ich kurz ins Wasser neben der Rhône: Das Centre Nautique Tony Bertrand - ein sehr schönes Freibad, 28° Wassertemperatur und toller Aussicht auf die Stadt. Abends steht noch Drink und Tapas auf dem Programm. Der Beaujolais aus der umliegenden Gegend schmeckt mir hervorragend.
Ostermontag zeigt sich Lyon von seiner entspannten Seite. Die Stadt ist verkehrsberuhigt, es fahren kaum Autos und ich sehe erstaunlich wenige Touristen. Wir laufen über einen Flohmarkt und nutzen die Gelegenheit für eine Bootsfahrt mit Bateaux Lyonnais auf der Saône, von der aus die modernen und alten Bauten gut zu betrachten sind.
Ich war überrascht, wie modern, schön und völlig unbekannt diese Stadt ist. Zwischen alten Fassaden, tollen Plätzen, Rad und Flussboot hatten wir einen Stadturlaub, den ich sehr empfehlen kann.
Restaurants und Bars
La Commune
HEAT Lyon
Mob Hotel Restaurant
MICRO SILLON
Les Halles Paul Bocuse
Kafé Stockholm
Unterkunft
Mob Hotel Lyon Confluence
Radservice
Vélov’ Lyon Bike Sharing
Freibad
Centre Nautique Tony Bertrand
Bilder
Auswahl meiner Fotos